Resilienzprogramme

Resilient zu sein, bedeutet die Fähigkeit, Krisen zu meistern und für die persönliche Entwicklung zu nutzen. Stärken Sie Ihre Widerstandskraft und persönliche Ressourcen, damit Sie die Anforderungen des Alltags gesund und wirksam bewältigen können.

Für mich

Ihre persönliche Bewältigungskompetenz können Sie über Seminare, Coachings, Therapie oder über ein tägliches Selbsthilfe-Programm stärken. Tipps dazu haben wir Ihnen untenstehend aufgelistet, Sie werden spüren, was Ihnen gut tun kann. Auch in dem Test können Sie mit jedem NEIN, welches Sie angekreuzt haben, bereits einen Resilienzfaktor erkennen.

Folgende konkrete Tipps können Ihnen dabei helfen, Ihre Gesundheit und Leistungsbereitschaft langfristig zu erhalten:

Muße und Entspannung: Was können Sie dafür tun, dass Ihre Seele wieder auftankt? Planen Sie 20 Minuten pro Tag ein, in denen Sie Nichts tun, spazieren gehen, schöne Musik hören, meditieren, Atem- oder Entspannungsübungen machen. Jede Form der kreativen Betätigung, wie Malen, Musizieren oder ein Museumsbesuch, hat ebenfalls bereits nach 20 Minuten positive Auswirkung auf Ihren Stoffwechsel! In der vh ulm, der Familienbildungsstätte oder dem Haus der Begegnung z.B. finden Sie anregende und kostengünstige Angebote.

Lösungsorientierung: Sobald Sie sich ärgern, verlieren Sie Lebenskraft und setzen die Stressreaktion in Gang. Bleiben Sie lösungsorientiert und im wertschätzenden Kontakt mit Ihren Bedürfnissen. Spüren Sie nach, was Sie eigentlich brauchen und lernen, dies in einer konstruktiven Form zu äußern. Marshall Rosenbergs „Gewaltfreie Kommunikation“ oder systemisches Coaching kann Ihnen hierbei gute Unterstützung bieten.

Beziehungspflege: Planen Sie in Ihren Terminkalender feste Zeiten ein, in denen Sie mit Freunden, der Familie, im Verein oder in Ihrem Hobby erfüllte Begegnungen haben. Auch für die Partnerschaft ist es wichtig, regelmäßig Zeit füreinander zu haben, Bedürfnisse anzusprechen und Schönes miteinander zu erleben. Der Rückhalt von Freunden und Familie ist ein entscheidender Faktor in der Burnout-Prävention und -Behandlung.

Körper verwöhnen: Zum Beispiel mit Massagen, entspannenden Bädern oder Saunagängen – was immer Ihnen gut tut, ob es ein schönes Essen ist, Sport oder zärtlicher Körperkontakt: Planen Sie feste Rituale in Ihren Alltag ein, in denen Sie sich gut tun.

Bewegung: Sie können hervorragend Stress abbauen durch körperlichen Ausgleich. Jede Form der Bewegung, die Sie ins Schwitzen bringt, hilft Ihnen, im Lot zu bleiben: ob es Walken, Joggen, Tanzen, Qi Gong oder der Besuch im Fitness-Studio ist, 2 x die Woche für mindestens 30 Minuten reichen schon.

Trinken Sie so viel Wasser wie möglich – und falls Sie bereits „sauer“ sind, helfen Präparate aus dem Reformhaus, um wieder in das Säure-Basen Gleichgewicht zu gelangen. Achten Sie auf vitaminreiche Ernährung und lassen Sie sich durch Ernährungsberatung oder Kurse Ihrer Krankenkasse unterstützen.

Pausen: Sie kennen vielleicht den Spruch: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“. Unser Gehirn ist nicht für Multitasking geschaffen, gerade in Phasen der Ruhe verankern wir Wissen und unser Gehirn ist hochaktiv. Achten Sie also auf Atempausen im Alltag! Wir haben 20000 Atemzüge pro Tag, und in jedem Atemzug ist eine kleine Pause enthalten; das Warten, bis der nächste Einatem von selber kommen möchte. So haben Sie also schon mal 20000 Pausen am Tag. Das ist die gute Nachricht. Für die anderen Pausen sorgen Sie durch eine gute Planung.

Störungsfreie Zonen: Achten Sie darauf, ausreichend störungsfreie Zonen im Alltag zu haben. Schalten Sie das Handy aus, kommunizieren Sie Mitarbeitern, Freunden oder Familienangehörigen, wann Sie wieder erreichbar sind – und widerstehen den Versuchungen, mal eben geschwind noch eine Mail zu schreiben…

Wertschätzung: Gönnen Sie sich jeden Abend ein paar Minuten, um ein Glückstagebuch zu schreiben. Wofür können Sie heute dankbar sein? Welche Eigenschaften an sich oder Anderen wertschätzen? Das ist als das wirksamste Mittel gegen Burnout anzusehen: Die Glückserfahrung. Und vielleicht gilt es, dies wieder zu lernen.
„If you can dream it, you can do it“ – damit beschrieb Walt Disney so schön, dass unser Gehirn nicht unterscheiden kann zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Wir sind autopoietische Wesen, d.h., wir erzeugen und deuten Wirklichkeiten anhand unserer Erfahrungen, Werte und unserer eigenen Perspektive. Sie haben also die Wahl, auf was Sie blicken – auf den Misserfolg oder auf die Lernchance. Stoppen Sie Ihre Gedankenschlaufen sofort, wenn Sie merken, dass Sie in eine Problemtrance gehen. Statt sich zu ärgern, visualisieren Sie lieber die Lösung. Dazu können Ihnen folgende Fragen Inspiration geben:

  • Was könnten Sie dazu beitragen, dass der Konflikt noch schlimmer wird?
  • Wenn ich Ihren Konfliktpartner fragen würde, wie es ihm mit Ihnen geht, was würde er mir sagen?
  • Welchen Satz müssten Sie von Ihrem Konfliktpartner hören, damit Sie wieder Frieden finden? Welche Handlung müsste er vollziehen?
  • Und was genau braucht Ihr Konfliktpartner von Ihnen, damit eine Lösung möglich ist?

Verantwortung: Schauen Sie hin, wo genau Ihre Bedürfnisse im Moment nicht erfüllt werden und suchen Sie gezielt nach Lösungen. Halten Sie nichts aus – aus Verantwortung für Ihre Leistungsfähigkeit und damit auch für das Unternehmen ist es wichtig, dass Sie agieren, anstatt nur noch auszuhalten. Holen Sie sich Unterstützung durch Therapie, Coaching, Beratung (online, telefonisch, ambulant…) und versuchen Sie, Ihr Zeitmanagement z.B. nach der ALPEN-Methode noch zu verbessern.

Disziplin: Schließen Sie Ihren Arbeitsalltag mit einem kleinen Ritual ab: Die 5 Minuten zur Burnoutprävention können hier gute Dienste leisten. Unter folgendem Link können Sie auch wirksame Entspannungsübungen als mp3, Video/Foto oder Text dargestellt, finden. Tägliche fünf Minuten der Selbstreflexion und Entspannung bringen schon nach zwei Wochen nachweisbare Verbesserungen im Gesamtbefinden!

Kompetenzen stärken: Durch Seminare in Konfliktmanagement, dem Handwerk der Kommunikation oder den Systemischen Lösungsansätzen, Zeit- und Selbstmanagement, Entspannungstechniken können Sie Ihre Stärken stärken und sich Ihrer Einstellungen und Glaubenssätze noch bewusster werden, damit ein möglicher Stressfaktor erst gar keinen Stress verursacht.

Was kann ich als Angehöriger, Freund oder Kollege tun?

Die Sorge um einen nahestehenden Menschen kann sehr belastend sein und es ist wichtig, dass Sie in Ihrer Balance bleiben und sich gut schützen können! Bleiben Sie sensibel für Ihre Bedürfnisse und sorgen Sie gut für sich.

Um die Auswirkungen und Zusammenhänge besser zu verstehen, können Sie sich zum Beispiel hier über die Burnout-Symptomatik informieren.

Leider verändert sich die Persönlichkeit des vom Burnout Betroffenen sehr. Ein Coaching oder eine Beratung kann helfen, dies nicht persönlich zu nehmen, keine verfrühten Entscheidungen zu treffen oder von dem Wechselbad von Wut, Hilflosigkeit und Mitgefühl zu sehr mitgenommen zu werden.

Manchmal hilft es, sich mit Gleichgesinnten in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen, die Deutsche Depressionshilfe,  Ihre Krankenkasse oder das Selbsthilfebüro Korn kann Ihnen hier Ansprechpartner nennen.

Die Geschäftsstelle des Bundesverbandes der Angehörigen psychisch Kranker bietet ebenfalls Begleitung für Angehörige.

Überfordern Sie sich nicht! Sie können weder einen Therapeuten ersetzen noch ist dem Betroffenen geholfen, wenn Sie selber ausbrennen: Holen Sie sich gezielt Unterstützung dabei, Ihre Kompetenzen zu erweitern, achtsam und konsequent Grenzen zu setzen und Konflikte wirksam lösen zu können.

Gönnen Sie sich Auszeiten zum Beispiel mit den täglichen 5 Minuten zur Burnout-Prävention.

Wie kann ich den Betroffenen in meinem privaten oder kollegialen Umfeld am besten unterstützen?

Eine Burnout-Erkrankung ist sowohl für den Betroffenen als auch für das Umfeld eine große Herausforderung. Folgende Tipps und Anregungen möchten Sie dabei unterstützen, den Betreffenden achtsam zur Lösung zu inspirieren:

Sie als Angehöriger oder Kollege spüren wahrscheinlich schon lange vor dem Betroffenen die ersten Warnzeichen des Burnouts. Eine Diagnose des Burnout-Syndroms sollte zwar immer durch einen Facharzt erfolgen. Aber vielleicht können Sie im Alltag bereits erste Anzeichen bemerken, die für eine Erkrankung sprechen, z.B.:

  • der Betroffene wirkt emotional abwesend
  • die Leistungsfähigkeit lässt nach
  • das Arbeitstempo und Arbeitspensum verringern sich
  • Unpünktlichkeit oder Vergesslichkeit häufen sich
  • man kommt irgendwie nicht mehr „ran“ an den Menschen
  • der Betroffene kontrolliert immer mehr, wird immer rigider im Versuch, das drohende Chaos zu regulieren
  • Freude, Spaß oder persönlicher Einsatz sind kaum noch wahrzunehmen
  • der Betroffene ist leicht reizbar, reagiert sehr emotional – oder wirkt beinah apathisch

Sprechen Sie Ihre Wahrnehmungen achtsam und ohne Schuldzuweisungen oder gar Rat-Schläge an. Und stellen Sie sich darauf ein, dass Sie nicht gleich gehört werden…

Informieren Sie sich über das Thema Burnout, um die Prozesse, emotionalen und körperlichen Auswirkungen besser verstehen zu können.

Ein Burnout braucht immer professionelle Unterstützung: Vielleicht können Sie auf die verschiedenen Angebote für den Betroffenen im Raum Ulm / Neu-Ulm aufmerksam machen?

Ein gemeinsamer Besuch bei einer Paarberatung oder die Anregung eines Teamcoachings z.B. kann den Impuls für den Betroffenen setzen, die Symptomatik ernst zu nehmen und professionelle Begleitung zu suchen.

Bitte nehmen Sie Äußerungen zum Thema Suizid sehr ernst und teilen Sie dem behandelnden Arzt Ihre Wahrnehmungen mit.

Vielleicht können Sie den Betroffenen auch zu verschiedenen Aktivitäten inspirieren? Alleine schon dadurch, dass Sie Momente der Muße für sich diszipliniert aufsuchen, kann dies schon gelingen.

Für Unternehmen

Stress kostet Geld. Um das zu verhindern, ist ein Frühwarnsystem im Unternehmen von großer Wichtigkeit. Dazu gehört nicht nur, dass Mitarbeiter die Informationen über die Stufen des Burnouts kennen und auch lernen, wie sie gegebenenfalls einen Kollegen ansprechen, sondern vor allem eine Strategie, wie das Unternehmen präventive Maßnahmen integriert, z.B. mit einem Handlungsleitfaden für Führungskräfte oder der Entwicklung einer Etikette im Umgang mit Mails.Unterstützen Sie Ihre Führungskräfte in dem Know How, wie Burnout-Symptome oder psychischen Erkrankungen verhindert, erkannt und behandelt werden können.

Leider vergeht oft zu viel Zeit im Finden der Handlungsmöglichkeiten und Ansprechpartner. Nutzen Sie das Beziehungsnetzwerk des KompetenzNetz Burnout und finden Sie den richtigen Partner in Prävention, Behandlung und Wiedereingliederung.
Auf unseren Veranstaltungen können Sie sich über die Behandlungsmöglichkeiten in der Region informieren und Trainer, Coaches, Experten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement und Best Practice Modelle kennen lernen.

Der Return on Invest für Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements liegt zwischen 1 zu 4 und 1 zu 10, kalkuliert Werner Kissling, Leiter des Centrums für Disease Management, von der TU München. In unserem Test können Sie die Risikofaktoren in Ihrem Unternehmen erkennen und, vielleicht mit Unterstützung aus unserem Expertenpool, wirksame Lösungen finden!

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Wenn Sie Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter:

KompetenzNetz Burnout e.V. für die Region Ulm / Neu-Ulm
Uferstr. 3
89231 Neu-Ulm
Tel. 0731 72565765

info[at]burn-out-ulm.de
www.burn-out-ulm.de

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Machen Sie doch für fünf Minuten einfach mal NICHTS.