Was ist ein Burnout

Leider häufen sich in den letzten Jahren die Meldungen über Burnout und psychische Erkrankungen, und das Gefühl, ausgebrannt zu sein, wird in den Medien im Moment sogar als die „Volkskrankheit Nr.1“ tituliert. Dabei ist ein „Burnout“  im eigentlichen Sinne gar keine Krankheit oder eigenständige Diagnose, sondern umfasst als Oberbegriff lediglich verschiedene Symptome, die als ein dramatischer Einbruch der körperlichen, intellektuellen, emotionalen und sozialen Leistungsfähigkeit wahrgenommen werden.

Es handelt sich also um einen chronischen Erschöpfungsprozess, der  aus belastenden Arbeitsstrukturen, individuellen Faktoren oder dem Mangel an Muße resultieren und zu schweren Folgeerkrankungen, wie z.B. Depression, Herzinfarkt oder chronischen Schmerzsyndromen führen kann.

Burnout hat eine klare Ursache: Stress. Wenn Akut-Stress zu Dauerstress wird, hat unser Körper keine Möglichkeit mehr, sich zu regenerieren. Der Burnout-Prozess kommt in Gang.

Stress ist eine hormonelle Reaktion, die uns befähigt, unser Leben durch körperliche Aktivität zu schützen. Diese Energie wird dadurch generiert, dass gleichzeitig andere wichtige Körperfunktionen deaktiviert werden, z.B. Immunabwehr, Verdauung und Aktivitäten der Großhirnrinde.

Wir sind also evolutionär auf die Anforderungen des heutigen Arbeitsalltags nicht vorbereitet: So „liest“ unser Körper die Verspätung eines Kollegen zum Beispiel als Respektlosigkeit, und damit als Angriff auf uns – und die Stressreaktion nimmt ihren Lauf. Was im Laufe der Evolution Sinn gemacht hat, hat sich in den letzten 100 Jahren zum Krankheitsfaktor Nr. 1 entwickelt, da die Herausforderungen der heutigen Zeit nicht mehr durch körperliche Aktion, sondern vielmehr durch Lösungsbereitschaft, Flexibilität und kognitive Höchstleistung zu bewältigen sind. Es wird Zeit, dass wir unserem Körper ein anderes Reaktionsprogramm antrainieren: den „Flow“, der zwar ähnlich in der Hormonzusammenstellung wie Stress ist, aber mehr Glückshormone zur Konzentration und erfüllten Bewältigung bereithält.

Kommt es also in zunehmendem Maße zu Situationen, die wir als eine Verletzung unserer Grundbedürfnisse (wie z.B. persönliche Weiterentwicklung, sinnhaftes Tun, Harmonie, Anerkennung oder Ruhe) erleben, und fehlen Momente der Regeneration, dann kann dies auf Dauer zu psychosomatischen Erkrankungen führen, die wir unter dem Oberbegriff Burnout subsumieren. Wenn es nicht gelingt, sich zu stabilisieren, stehen am Ende der Burnout-Spirale oft Depression, Verzweiflung oder Panikattacken, und die Gefahr einer Frühverrentung oder sozialer Einbrüche wächst.

Die Schwierigkeit ist, dass der Verlauf einer Burnout-Erkrankung schleichend ist und von dem Betroffenen oft zu spät erkannt wird. Wer von einem Burnout betroffen ist, dem hilft keine Auszeit mehr, sondern er braucht professionelle Hilfe, damit die Ursachen erkannt und neue Fähigkeiten entwickelt werden können.

Das KompetenzNetz Burnout bietet Ihnen hier einen Überblick, über Experten der Prävention und Behandlung.

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